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Die folgende Falldokumentation zeigt den prä- und postoperativen Verlauf von der Versorgung einer Patellafraktur. Bei der 35-Jährigen Patientin kommt es durch einen unglücklichen Schritt zur Querfraktur des distalen Patellapols. Nach Gehgips und Entlastung für 4 Wochen kommt es zur Refraktur an identer Stelle, es wird erneut ein Gips für 8 Wochen angelegt. Es zeigt sich eine Pseudarthrose, die chirurgisch mit einem Shark-Screw®-Transplantat 5,0 versorgt werden soll. 6 Monate postoperativ zeigt sich die Pseudarthrose sehr gut verheilt. Die Patientin ist beschwerdefrei.

Röntgenbild präoperativ

Im Kontrollröntgen zeigt sich die Pseudarthrose deutlich.

Röntgenbild postoperativ

Versorgung der Patellafraktur mit einem Shark Screw® Transplantat 5,0mm.

CT 4 Monate postoperativ

Die Shark Screw® ist fest eingeheilt und noch zu sehen.

CT 4 Monate postoperativ

Umbau der Shark Screw® in den patienteneigenen Knochen zu einem Teil bereits vollzogen.

CT 4 Monate postoperativ

Pseudarthrose sehr gut verheilt.

Sonstige Versorgungsmethoden
Derzeit ist die Versorgung der Patellafraktur mit dem K-Draht weit verbreitet. Als gängigste Methode nennen viele Autoren eine Cerclage mit K-Draht. Mit dieser Versorgungsmethode werden eine verspätete Wundheilung bzw. Wundheilungsstörungen, Kniesteifheit, verlängerte Arbeitsunfähigkeit und eine starke Bewegungseinschränkung verbunden. Weitere beschriebene Symptome und Komplikationen reichen von K-Draht-Brüchen, Weichgewebe-Irritationen und -Verletzungen sowie Wandern des K-Drahtes bis hin zu ausgebrochenen Patellastücken. Einige Autoren empfehlen eine Kombination aus Schrauben und KDraht. Zudem berichten Autoren bei der K-Draht- oder K-Draht-und-Schraubenmethode von Komplikationsraten zwischen 5% und 32,5%. Angesichts der hohen Komplikationsrate wäre die Entlastung der Patienten durch neue Methoden wünschenswert.

Falldokumentation
Im folgenden Fall handelt es sich um eine 35-jährige Patientin. Sie ist sportlich aktiv. Der Erstkontakt erfolgte am 18. Juli 2017. Die Patientin hatte eine rezente Überlastung durch mehrstündiges Tanzen. Im MRT bestätigte sich die Verdachtsdiagnose Bone bruise, allerdings kam es wenige Stunden nach der MRT durch einen unglücklichen Schritt zur Querfraktur des distalen Patellapols. Nach Gehgips und Entlastung für 4 Wochen kommt es zur Refraktur an identer Stelle, es wird erneut ein Gips für 8 Wochen angelegt. Im Kontrollröntgen (Abb. 1) zeigt sich die Pseudarthrose deutlich, die chirurgisch mit einem Shark-Screw® Transplantat 5,0 versorgt werden soll. Nach medianem Hautschnitt unter Darstellung des Frakturspalts von dorsal und unter Schonung des Streckapparats zeigt sich eine relativ straffe Pseudarthrose. Die Fragmente werden mit einem scharfen Löffel und mehreren Anbohrungen beiderseits der geplanten Schraubenposition angefrischt. Die Patellateile werden mit Repositionszangen fixiert und komprimiert, danach wird unter BW-Kontrolle ein Führungsdraht für die Shark Screw® zentral von distal nach proximal eingebracht. Es wird mit ansteigenden Größen bis auf 5mm aufgebohrt und das Gewinde mit den Shark-Screw®-Instrumenten händisch geschnitten. Der Kanal wird sorgfältig gespült, danach eine 5mm Shark Screw® unter BW-Kontrolle eingebracht. Der überstehende Schraubenkopf wird mittels der oszillierenden Säge entfernt. Ein eventueller Restüberstand resorbiert sich normalerweise innerhalb der ersten 6 Monate. Es erfolgte ein schichtweiser Wundverschluss ohne Drainage und ein postoperatives Abschlussröntgen (Abb. 2). Die Nachbehandlung der Patientin erfolgte extrem konservativ mit TENS-Gerät, SecuTec®-Schiene über 10 Wochen, Freigabe der Flexion in 10°-Schritten ab der 3. Woche, aktiver Physiotherapie ab der 6. Woche und Teilbelastung für 6 Wochen mit 20kg. 6 Monate postoperativ zeigt sich die Pseudarthrose sehr gut verheilt, der Umbau der Shark Screw® in den patienteneigenen Knochen ist zu einem Teil bereits vollzogen, der Rest der Shark Screw® ist fest eingeheilt und noch zu sehen (Abb. 3 bis 5). Die Patientin ist beschwerdefrei.

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